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Reisebericht Finnland, Holiday Club Kuusamon Tropiiki

Reisebericht - Finnland

Reisebericht - Finnland

Meine Reise ins Winterwunderland Finnland
vom 26. Februar bis 02. März 2020

vom Weihnachtsmann und seinen Elfen verzaubern. Kindheitsträume werden wahr! Für mich ist dieser Traum wahr geworden und ich möchte Sie heute einladen, mich auf meiner fantastischen Reise zu begleiten. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich mich für diese Reise beworben hatte. Das Glück war auf meiner Seite und so wurde ich, zusammen mit 4 weiteren Kolleginnen, Finnland Botschafter für Wörlitz Tourist. Es war Mittwoch, der 26. Februar 2020. In der Frühe warf ich einen letzten Blick in meinen gepackten Koffer. Winter, -10 bis -17 Grad Durchschnittstemperatur. Ich hatte keine Vorstellung, wie sich das anfühlte. Wann hatten wir das letzte Mal so richtig Winter und Schnee?

Auf ging es zum Flughafen Berlin-Schönefeld, von wo aus wir in 2,5 Stunden Kuusamo in Finnisch Lappland erreichen sollten. Im Flugzeug döste ich etwas vor mich hin. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass es nicht mehr lange dauern würde. Die ersten weißen Flecken waren auszumachen. Dann setzte die Maschine zur Landung an. Meine Vorfreude stieg mit jeder Minute. Der Himmel zeigte sich in einem strahlenden blau, die Sonne schien und ringsherum war alles weiß. Wir landeten in der Mittagshitze bei -11 Grad. Der Flughafen Kuusamo war klein, wirklich klein. Er wirkte fast wie ein gemütliches Wohnzimmer. Wir wurden auf das Herzlichste von unserer Reiseleitung in Empfang genommen.
 
Nach gerade einmal 10 Minuten Transferzeit erreichten wir unser Zuhause für die nächsten 6 Tage, den Holiday Club Kuusamon Tropiiki. Auch hier wurden wir mit offenen Armen empfangen. Die Unterkünfte wurden eingeteilt und es gab für uns die erste Überraschung. Wir wurden in den neuen Villas einquartiert. Mit einem Lageplan bewaffnet, liefen wir durch den Schnee auf der Suche nach Haus A8. Ich fühlte mich ein bisschen wie in einem Labyrinth. Immer wieder standen wir vor einem riesigen Schneeberg, der uns den Weg versperrte. Nach einer heiteren Suche erreichten Anja und ich unsere Villa. Die kleinen Häuser warteten mit einem einladenden Wintergarten auf. Dem schlossen sich zwei kleine Schlafzimmer an, um ins Land der Träume zu entschwinden. Ein gemütliches Wohnzimmer mit offener Küche lud zum Entspannen ein und das Bad machte unsere Herberge komplett. Und dass es uns wirklich an nichts fehlte, stand im Wohnbereich ein Kamin und auch eine kleine Sauna nannte sich unser Eigen.
 
Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, zog es uns raus, die Gegend bei einem ersten kleinen Spaziergang zu erkunden. Wir liefen durch den Schnee und mir kam das Kinderlied „Winterspaß“ in den Sinn: „ Wir wollen dicken fetten Winter, meterhohen Schnee und -20 Grad…“ Diese Melodie sollte mir die nächsten Tage nicht mehr aus dem Sinn gehen. Es war alles so ruhig und wirkte ganz friedlich. Wir liefen die verschneite Straße entlang. Die Verkehrsschilder schauten nur noch ein wenig aus dem Schnee. Dann bogen wir ab Richtung See. Von einer Schneedecke bedeckt, lag er vor uns. Ein kleiner Weg führte vom Saunahaus auf den See zum Eisloch hinaus. Noch fehlte mir die Vorstellungskraft, dass ich hier Abkühlung nach dem Saunagang suchen sollte. Mittlerweile war es 16:30 Uhr. Die Sonne ging langsam unter und verabschiedete den Tag.
18:00 Uhr saßen wir beim Abendessen und einer Präsentation über die Destination „Ruka – Kuusamo“. 200 Tage Schnee im Jahr, von Oktober bis Mai. Das hörte sich unvorstellbar an. So vielfältig waren hier die Möglichkeiten und die nächsten Tage sollten wir ganz viel davon hautnah erleben dürfen. Ich war gespannt. Müde und erschöpft von dem langen Tag und den neuen Eindrücken gingen wir ins Bett. Bei einer Nachttemperatur von bis -30 Grad entschied ich mich aber doch, nicht mit offenem Fenster zu schlafen.
Mein Wecker klingelte 06:30 Uhr. Ich hatte gut geschlafen. Mein erster Weg führte mich zum Fenster. Ich schob die Vorhänge zur Seite und – der Schnee war immer noch da! Ich freute mich, wie ein kleines Kind. Der Tag schien erst langsam zu erwachen. Alles war noch ganz verschlafen, kein Mensch war unterwegs. Der Schnee knirschte bei jedem Schritt unter unseren Schuhen. Ich genoss dieses Geräusch, was sich wie Musik in meinen Ohren anhörte. Wir liefen zum Haupthaus, um uns am Frühstücksbuffet für den Tag zu stärken. Dann ging es mit einem Kleinbus zum Oulanka National Park, wo wir eine Schneeschuhwanderung machen wollten. Ich war schon ganz erwartungsvoll. Die ersten Schritte mit Schneeschuhen waren gewöhnungsbedürftig. Immerhin hatte ich den Dreh schnell raus. Man musste etwas breitbeinig laufen, leicht in die Knie gehen und schon konnte es los gehen. Unser Weg führte uns durch eine zauberhafte Winterlandschaft. Wir waren umgeben von magisch schneebedeckten Bäumen, die Sonne strahlte vom Himmel und ließ den Schnee glitzern. Ein perfekter Wintertag. Nach einiger Zeit erreichten wir einen Aussichtspunkt, von dem aus wir die Stromschnellen des Flusses bewundern konnten. Wer mutig war, überquerte die vereiste wacklige Hängebrücke. Mit klopfendem Herzen und kleinen Schritten machte ich mich auf den Weg. Ich stand alleine auf der Brücke, es schaukelte leicht, unter mir der reißende Fluss, die Aussicht verschlug mir die Sprache. Es war unbeschreiblich und in mir machte sich ein Gefühl von purem Glück breit. An einer alten Wassermühle angekommen, wartete schon ein Outdoorlunch auf uns. Ein gusseiserner Kessel hing überm Feuer und ein köstlicher Duft stieg uns in die Nasen. In Holzschalen bekamen wir eine schmackhafte Lachssuppe serviert. Zum Nachtisch gab es Blaubeerkuchen und als Erfrischung kaltes Quellwasser aus dem Fluss. Was wollte man mehr? Leider war dieser Ausflug viel zu schnell vorbei. Ich hätte noch Stunden durch diese magisch anmutende Landschaft laufen können. Alles war so atemberaubend schön. Ich genoss schon jetzt die Erinnerungen. Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen, was die nächsten Tage dort seinen Platz hatte. Am Freitag hieß es zeitiger aufstehen. Unser Weg führte uns nach Rovaniemi. Bei der gut 2 stündigen Busfahrt erfuhren wir viele interessante Dinge über Finnland, hörten finnische Musik und ließen die verschneite Landschaft an uns vorbeifliegen. Unser erster Halt war am Arktikum. Das ist Museum, Sehenswürdigkeit und Wissenschaftszentrum in einem. Hier wird die Geschichte vom hohen Norden sehr anschaulich erzählt.
Am Nachmittag waren wir zum Schnuppersaunieren am See eingeladen, mit der Möglichkeit eine Abkühlung im Eisloch zu nehmen. Nun saßen wir also in der finnischen Sauna bei 90 Grad, schwitzen vor uns hin und genossen die Aussicht. Bei diesem Anblick vergaß ich schnell die Zeit und alles um mich herum. Dann sollte es soweit sein. Wir wollten uns ins Eisloch wagen. In Bikini und mit Mütze, Badelatschen und Handtuch liefen wir hinunter. Noch war ich nicht davon überzeugt, in wenigen Sekunden ins ca. 2 Grad kalte Wasser zu steigen. Aber nun waren wir hier und hatten diese einmalige Gelegenheit des Eisbadens. Das durfte wir uns doch nicht entgehen lassen. Mutig stieg ich die Leiter hinunter und tauchte luftanhaltend Zentimeter für Zentimeter ins Wasser ein. Kurzzeitig schaute nur noch mein Kopf heraus. Dann schnell wieder raus und ins Handtuch gekuschelt. Ich hatte mich getraut und war sehr stolz auf mich. Die Glückshormone durchströmten meinen Körper und ich fühlte mich so lebendig, wie noch nie. So nahm auch der zweite Tag sein Ende und wir entschwanden mit vielen neuen Eindrücken ins Land der Träume. Ich stand einem Elch gegenüber oder sollte ich besser sagen, unter ihm? Das Tier war wirklich riesig. Ich mit meinen 1,64 Metern reichte ihm gerade mal bis zum Bauch. Mit noch mehr Informationen im Gepäck ging es dann weiter zum „Santa Claus Village“ am Nördlichen Polarkreis. Hier im Weihnachtsmanndorf ist 365 Tage im Jahr Weihnachten. Schnell wurden wir von der weihnachtlichen Stimmung eingefangen. Vom heutigen Tag an dauert es noch exakt 300 Tage bis Weihnachten. Ich kann es kaum erwarten. Unser erster Weg führte uns ins Postamt vom Weihnachtsmann.
Das ist ein geheimnisvoller Ort, wo die Wunschzettel der Kinder eintreffen. Viele Elfen liefen geschäftig durch die Gegend. Ein gemütlicher Schaukelstuhl stand am Kamin, daneben große Säcke mit der Post aus aller Welt. Ein riesiges rotes Regal mit vielen kleinen Fächern säumte die Wand. Hier wurden die Briefe nach Ländern sortiert und aufbewahrt. Wir erkundeten das Weihnachtsmanndorf. Wundervoll geschmückte Holzfassaden waren überall zu sehen. Wir liefen vom Postamt, zur Kammer des Weihnachtsmanns, wo sein riesiger Schreibtisch stand, besuchten das Weihnachtshaus mit Souvenirläden, Restaurants und der Weihnachtsausstellung und natürlich durfte auch ein Besuch der Rentiere nicht fehlen. Fliegen können sie natürlich nur am Weihnachtstag. Aber auch so war es großartig. Und mitten durch das Dorf verläuft der Polarkreis. Die einige Meter hohen Laternen zeigten uns den Verlauf des berühmten Breitengrads. Wir standen offiziell im Polargebiet. Verzaubert vom „Santa Claus Village“ und mit einem warmen Gefühl im Herzen ging es mit dem Bus zurück zum Hotel.